Über die Brücke gehen 2

Kinder, was die Zeit vergeht!

Nun ist es schon mehrere Monate her, dass wir das Projekt mit Paula begonnen hatten. Ihr erinnert Euch vielleicht, der Beitrag begann mit: „Über die Brücke geh´n, sang Ingrid Peters im Eurovision Song Contest im Jahr 1986. Für unsere Pferde ist das „Über-die-Brücke-gehen“ auch im 21. Jahrundert immer wieder eine Herausforderung, vor allem, wenn es sich um die Niddabrücke handelt, die besondere Geräusche macht und nachzugeben scheint, wenn ein Pferd darüber geht.“

Paula hatte sich zunächst geweigert und wir haben dann begonnen, mit ihr das Verhalten zu üben, was wir uns von ihr wünschten. Die Anti-Angst-Musik des mobilen Pferdeflüsterers unterstützte dabei. Hier kannst Du den ersten Teil der Geschichte nachlesen.

So sah es aus als Paula sich ein Herz gefasst hatte und brav mit Julia die Brücke überquerte:

Julia mit Paula auf der Niddabrücke

Julia mit Paula auf der Niddabrücke

 

 

 

 

 

 

 

 

Einige Monate sind seither vergangen. Im letzten Beitrag zu diesem Thema hatte ich versprochen, über den Fortgang des Projektes zu berichten, was ich hiermit tue.

 

Warum blieb es so lange spannend?

Julia ist im vergangenen halben Jahr mit Paula 6 Mal über die Brücke gegangen. Es war nicht immer leicht, eine passende Gelegenheit dafür zu finden. Zu bestimmten Zeiten hat man nämlich zusätzliche Aufregungsfaktoren für das Pferd, z.B.  Kühe direkt neben der Brücke, Radfahrer und Leute mit Hunden, die einem entgegenkommen.
Einmal kam Aron und mir eine ganze Kolonne von Spargelstechern mit Kisten in der Hand im Gänsemarsch auf der Brücke entgegen. Aron blieb vor der Brücke stehen, machte sich ganz groß und bewegte sich keinen Schritt vorwärts. Mich hätte sehr interessiert, was er sich dabei gedacht hat. Ob er wohl Angst hatte, dass die Brücke so viele Leute und ihn nicht aushalten würde? Denn als die Kolonne die Brücke verlassen hatte und nur noch ein einzelner Nachzügler sich auf der Brücke befand, ging er einfach los. Ich hatte ihm die Entscheidung überlassen, wann wir gehen wollen.

Darf ich meinem Pferd eine Entscheidung überlassen?

Das geht natürlich nur, wenn man ein partnerschaftliches Verhältnis mit dem Pferd entwickelt hat. Wir Pferdemenschen glauben oft, dass wir jegliche Situationen besser einschätzen können als unser Pferd. Das stimmt so jedoch nicht. Dazu fällt mir gerade eine Geschichte ein, die ich vor langer Zeit einmal gelesen habe, ich erinnere mich aber nicht mehr wo das war.

Jemand war mit seinem Pferd in der Dunkelheit unterwegs. Er kannte sich in der Gegend, in der sie unterwegs waren, nicht aus. Sein Pferd weigerte sich plötzlich vehement, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Der Reiter forderte sein Pferd auf, es dennoch zu tun. Was es widerum verweigerte. Der Reiter gab schließlich auf und schlug sein Nachtlager an einer geeigneten Stelle auf. Als er am nächsten Morgen entdeckte, warum sein Pferd sich geweigert hatte, auch nur noch einen Schritt in die eingeschlagene Richtung weiter zu gehen, schauderte es ihn und er war seinem Pferd total dankbar, dass es nicht gehorcht hatte, denn sie hätten die Aktion nicht überlebt. Der Weg endete an einer steilen Klippe. Sie wären unweigerlich zig Meter hinab gestürzt.

Welche Herausforderungen erleben wir bei einem speziellen Pferde-Training im Gelände?

Zurück zu Julia und Paula: Sie erlebten bei ihren Ausflügen zur und über die Brücke wie oben bereits aufgeführt ebenfalls einige Herausforderungen. Auch ist es nicht ganz einfach, die Trainingseinheiten in kurzen zeitlichen Abständen durchzuführen, wie es sicher für das Erlernen des gewünschten Verhaltens günstig wäre.

Viele Faktoren spielen eine Rolle bezogen auf die zeitlichen Abstände von Trainingseinheiten bei Outdoortraining in einer bestimmten Umgebung. Das Pferd muss gesund sein, seine Eisen müssen komplett sein, d.h. es darf sich keines abgerissen haben, das Wetter sollte halbwegs einladend sein. Die Brücke und auch die Wege sollten schnee- und eisfrei sein, es sollten keine ungünstigen Bedingungen herrschen, z.B. starke Frequentierung der Brücke oder des Weges dahinter. Die Kühe, wenn sie denn da sind, sollten zumindest in einer ruhigen Verfassung sein und nicht aufgeregt umherlaufen usw. Neben den Gegebenheiten rund ums Pferd, den Stall, die Umgebung, das Wetter usw. müssen wir natürlich unseren Alltag bewältigen. Da ergibt es sich zwangsläufig, dass mehr oder minder große zeitliche Zwischenräume zwischen den einzelnen Brückentrainingseinheiten liegen.

Wie oft haben Julia und Paula die Brücke überquert, bis wir einen Ritt gewagt haben?

Julia überquerte die Brücke sechs Mal mit Paula spazieren gehend. Wir wollten mit einem weiteren Reitversuch so lange warten, bis Paula an der Hand problemlos und ohne zu zögern die Brücke überqueren würde. Bei den ersten drei Versuchen musste Julia Paula noch überreden, mit ihr mit zu gehen. Von Mal zu Mal wurde es besser. Die ersten drei Trainingseinheiten erforderten noch eine Extraportion Aufforderung und Möhrchenbelohnungen. Die nächsten zwei Versuche liefen schon glatt und beim sechsten Mal war Julia mit dem Ergebnis richtig zufrieden.

Nun benötigten wir nur noch einen Termin für unseren Ausritt. Zu Beginn der Sommerferien fanden wir einen für uns beide passenden Termin und es konnte losgehen. Das Wetter war zwar nicht so prickelnd, aber es nieselte nur leicht als wir starteten. Erfreulicher Weise blieb es auch so während des Ausritts. Erst als wir wieder zurück waren, begann es richtig zu regnen. Vielen Dank an Petrus, dass er uns einen Platzregen erspart hat.

Wie haben wir das Über die Brücke Gehen gemeistert?

Als wir an der Brücke ankamen, ging Paula noch zügig darauf los. Als sie der Brücke näher kam, zögerte sie und kehrte schließlich um. Aron wartete ungeduldig. Julia versuchte Paula zu überzeugen, ihr doch den Gefallen zu tun, in die Richtung zu gehen, die sie sich wünschte, aber Paula ließ sich nicht überreden. So stieg Julia kurzer Hand ab und führte Paula. An der Hand war das Überqueren der Brücke kein Problem. Auf der anderen Seite der Nidda stieg Julia wieder auf und wir ritten eine Weile an der Nidda entlang.

Hat Paula es geschafft?

Hier könnt Ihr Euch anschauen, wie Julia und Paula die Brücke überquerten. Ich filmte die Überquerung auf Aron sitzend. Danke an dieser Stelle an Aron, dass er so freundlich ist, all diese Video-Aktionen mitzumachen und zwar so, dass die Ausrüstung keinen Schaden nimmt.

Auf der anderen Seite angekommen ritten wir eine ganze Weile an der Nidda entlang und kehrten schließlich zur Brücke zurück, um zu schauen, ob Paula uns auf dem Rückweg den Gefallen tun würde, Julia über die Brücke zu tragen.

Im folgenden Video kannst Du herausfinden, ob es geklappt hat.

Lohnt es sich mit dem mobilen Pferdeflüsterer zu trainieren, wenn das Pferd Angst hat?

Nun, was meinst Du, lohnt es sich, mit dem mobilen Pferdeflüsterer zu trainieren, wenn das Pferd Angst hat? Ist es sinnvoll, eine sanfte Methode einzusetzen, wenn Du dem Pferd etwas beibringen möchtest, das ihm zumindest suspekt ist oder vor dem es gar Angst hat?

Dafür eignen sich ganz besonders die Anti-Angst-Musikstücke des Wellness-Paketes. Sehr nützlich sind in diesem Zusammenhang auch die Musikstücke zur Stressreduzierung und die Entspannungs-Musikstücke, denn Angst erzeugt natürlich immer auch Stress. Und wir wissen ja alle, dass Stress alt und krank macht. Helfen wir unseren Pferden, dass sie gesund bleiben. Achte darauf, unnötigen Stress zu vermeiden und gönne Deinem Pferd mehrmals wöchentlich entspannende und entstressende Musik. Dein Pferd wird es Dir danken.

Die Musikstücke, die Stress reduzieren und das Pferd entspannen geben dem Pferd die Möglichkeit zur Ruhe zu kommen, eine Auszeit vom Alltags- und sonstigem Stress zu nehmen und sich auszuruhen. Darüber hinaus geben sie dem Pferdekörper die Möglichkeit, Aufbau- und Reparaturarbeiten auszuführen.

Die Musik gegen Angst und Stress sowie dieEntspannungsmusikstücke sind im Wellness-Paket des mobilen Pferdeflüsterers enthalten, Du kannst es im Shop bestellen.

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Welche Erfahrungen hast Du bezogen auf Angst-Themen bei Deinem Pferd gemacht? Wie gehst Du damit um, wenn Dein Pferd sich vor etwas fürchtet oder Dir nicht den Gefallen tun möchte, einen Weg zu nehmen, den Du gerne reiten würdest? Schreibe es uns gerne ins Kommentarfeld.  Vielen Dank

Herzliche Grüße

Aron und Conny

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Cornelia Lausmann

Hallo, ich bin Conny, gemeinsam mit meinem Pferd Aron habe ich ein spezielles Instrument für Pferde entwickelt. Ich bin begeisterte Pferdeflüsterin, Diplom-Psychologin, Trainerin, Psychotherapeutin (HPG) und Coach. Ich helfe Menschen und Tieren (speziell Pferden) mit besonderen Methoden und Strategien Ihr Leben und ihre Arbeit gesünder und stressarmer zu gestalten sowie ihre Ziele schneller zu erreichen.

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Cornelia Lausmann

Hallo, ich bin Conny, gemeinsam mit meinem Pferd Aron habe ich ein spezielles Instrument für Pferde entwickelt. Ich bin begeisterte Pferdeflüsterin, Diplom-Psychologin, Trainerin, Psychotherapeutin (HPG) und Coach. Ich helfe Menschen und Tieren (speziell Pferden) mit besonderen Methoden und Strategien Ihr Leben und ihre Arbeit gesünder und stressarmer zu gestalten sowie ihre Ziele schneller zu erreichen.

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