Kompliment üben fünfte Woche

KompliTag35aDa Pinot innerhalb unserer vier Übungswochen mit einer Pause in der vierten Woche für  das Kompliment weiterhin Unterstützung wünschte, ging das Üben wie gehabt weiter. Wir haben in dieser Woche einfach jeden Tag drei Komplimente links und drei Komplimente rechts geübt. Wenn Ihr Euch über die Fortschritte informieren möchtet, klickt einfach auf den weiterlesen Button.

Ich habe Pinot jeden Tag gefragt, ob er das Kompliment einfach mal allein machen möchte. Tag eins bis fünf bekam ich keine positive Antwort auf meine Frage. Am 6. Tag dann überraschte Pinot mich, indem er zur Begrüßung eine tiefe Verbeugung vor mir machte, also beide Vorderbeine durchstreckte und soweit es ihm möglich war, sich hinunter beugte. Dann kam er wieder hoch und machte auf der Stelle ein wunderschönes Kompliment links. Bedauerlicher Weise hatte ich die Kamera noch nicht eingeschaltet, weil ich unser Equipment erst ordnen wollte. Ich freute mich jedenfalls sehr über sein Engagement und lobte Pinot überschwänglich. Auch bekam er zur Belohnung gleich drei Möhrenstückchen. Dann schaltete ich die Kamera ein und hoffte, dass er mir den Gefallen tun und sein Kunststück noch einmal zeigen würde. Doch – NEIN, er tat ihn mir  nicht.

Er war wohl der Auffassung, dass er für heute genug tolle Sachen gemacht hätte. Da ich seine Auffassung nicht teilen konnte, haben wir wieder unsere üblichen sechs Komplimente mit der Beinlonge absolviert. Pinot nahm die Abstützfunktion der Beinlonge dabei gern in Anspruch und bemühte sich nicht, noch einmal den Aufwand zu betreiben, sich selbst zu organisieren.

Ich hätte so gern gewusst, welche Gedanken er sich machte. Warum hat er das tolle Kompliment nur einmal gezeigt? Was motivierte ihn, es mir zu schenken? Warum war er nicht bereit, es noch einmal zu wiederholen? Nun ja, die Antworten werden wohl sein Geheimnis bleiben.

Wenn er gewusst hätte, dass er kein weiteres Kompliment hätte machen müssen, wenn er mir den Gefallen getan hätte, es vor laufender Kamera zu wiederholen, hätte er er es sicher gemacht – denke ich jedenfalls.

Ich war gespannt wie ein Flitzebogen, was am siebten Tag dieser Woche geschehen würde. Ihr könnt Euch einen Ausschnitt im folgenden Video ansehen:

 

Wir Ihr sehen konntet, hat Pinot sein tolles Kompliment vom Vortag nicht wiederholt. Zu Beginn unserer Übungen forderte ich ihn auf, wie jeden Tag in dieser Woche, das Kompliment allein zu machen.

Ich begann mit der linken Seite, weil es ihm auf dieser Seite schon leichter fällt. Jedoch bekam ich nicht die gewünschte Reaktion. Ich überlegte, ob ich die Beinlonge benutzen sollte, entschied mich aber dagegen. Ich testete stattdessen mit der Hand, wie viel Unterstützung Pinot noch benötigt. Es ist auf der linken Seite nicht viel. Im Prinzip fehlt ihm hier nur noch die Sicherheit, dass da etwas ist, auf das er sich notfalls stützen könnte. Deshalb werde ich in der kommenden Woche weiterhin die Unterstützung mit der Hand gewähren, sie dabei Stück für Stück reduzieren und hoffen, dass Pinot von Tag zu Tag mehr Sicherheit gewinnt und sich traut, sein Kompliment allein zu machen.

Auf der rechten Seite dagegen braucht er noch mehr als nur die Sicherheit, hier benötigt er auch noch Führung des Beins und etwas Abstützung, weil wohl die Muskulatur noch nicht soweit gefestigt ist wie auf der linken Seite. Das liegt daran, dass ich am Anfang so lange mit der linken Seite übte, bis er verstanden hatte, was ich mir von ihm wünschte. Der Grund für diese Vorgehensweise war ja, dass ich nicht riskieren wollte, dass Pinot sein 11-jähriges Frauchen beim Hufeauskratzen mit einem Kompliment überrascht (so hatte sie nur ein Bein, bei dem sie aufpassen musste). Zum Zeitpunkt der Entscheidung kannte ich Pinots Zurückhaltung bzgl. des Zeigens und Präsentierens neuer Verhaltensweisen noch nicht.

Ich hoffe, Ihr seid genauso gespannt, was Übungswoche sechs bringt und ich werde natürlich berichten.

P.S.: Ich freue mich über Kommentare bzgl. der Designs der Videos. Wie bereits berichtet, bin ich diesbezüglich am experimentieren.

 

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Cornelia Lausmann

Hallo, ich bin Conny, gemeinsam mit meinem Pferd Aron habe ich ein spezielles Instrument für Pferde entwickelt. Ich bin begeisterte Pferdeflüsterin, Diplom-Psychologin, Trainerin, Psychotherapeutin (HPG) und Coach. Ich helfe Menschen und Tieren (speziell Pferden) mit besonderen Methoden und Strategien Ihr Leben und ihre Arbeit gesünder und stressarmer zu gestalten sowie ihre Ziele schneller zu erreichen.

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Hallo, ich bin Conny, gemeinsam mit meinem Pferd Aron habe ich ein spezielles Instrument für Pferde entwickelt. Ich bin begeisterte Pferdeflüsterin, Diplom-Psychologin, Trainerin, Psychotherapeutin (HPG) und Coach. Ich helfe Menschen und Tieren (speziell Pferden) mit besonderen Methoden und Strategien Ihr Leben und ihre Arbeit gesünder und stressarmer zu gestalten sowie ihre Ziele schneller zu erreichen.

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