Heuergänzung nötig?

Hallo Ihr Lieben,

Heupelletswenn ich mich so umhöre in Reiterkreisen, wird aktuell viel über die den Pferden zur Verfügung gestellt Heumenge und Qualität diskutiert. Die Meinungen gehen auseinander, wie viel Heu gefüttert werden sollte und welches Heu eine gute Qualität hat.

Aron ist schon seit einiger Zeit mit der ihm im Pensionsstall zur Verfügung gestellten Heumenge nicht zufrieden, obwohl er mehr Heu als die unten als sinnvoll erachtete angegebene Menge (bei einem 650 Kilogramm schweren Warmblut knapp 10 Kilogramm) bekommt. Es liegt also in seiner Schwerfuttrigkeit begründet, dass er mehr will als eben üblich ist.

Im folgenden Video erkläre ich wie wir dieses Problem jetzt für uns gelöst haben:

Ein paar Informationen zum Thema Heu zum Nachlesen:

Nun ja. Mein Pferd Aron, das schon immer schwerfuttrig war, ist der Auffassung, dass es eben nicht genug Heu bekommt. Heunetze findet er doof und steigt zu Zeiten, zu denen er annimmt, mit Sicherheit „gerettet“ zu werden, gezielt hinein und macht sie kaputt.
Ich kann sein Problem nicht so lösen wie er es gerne hätte, denn ich verfüge nicht über Möglichkeiten, Heu für mein Pferd zu lagern und täglich mit in den Stall zu nehmen. Mir ist bewusst, dass es besser wäre, wenn Aron die Menge Heu bekommen würde, die er für erforderlich hält (er ist nicht zu dick), aber wenn es nun mal nicht geht, muss halt eine andere Lösung her. Aron und ich fühlen uns dort, wo er steht auch sehr wohl. Aron ist glücklich, dass er neben seiner besten Freundin stehen kann und seinen Koppelpartner finder er auch super. Das Gelände rund um die Anlage ist sehr schön und wir nutzen jede Möglichkeit auszureiten oder spazieren zu gehen.

Also habe ich nach einer anderen Möglichkeit Ausschau gehalten und erfreulicher Weise bin ich fündig geworden.

Aron hat schon seit etlichen Jahren einen Futterautomaten, der ihm zu welcher Zeit auch immer programmgesteuert Futter in von mir gewählten Mengen in die Futterkrippe rieseln lässt. Und ich habe die Heupellets der Kräuterwiese  im Internet gefunden. Hier die Infos darüber von der Homepage der Kräuterwiese:

„Graspellets, Heucobs

Der staubfreie Heuersatz mit wertvollen Kräutern

Für staubempfindliche Pferde, die häufig an Allergien leiden, ist es wichtig, staubfreies Grundfutter zu erhalten, um einer chronischen Bronchitis (COB) vorzubeugen.

Nicht jedes Heu erfüllt diese Anforderung und Silage erzeugt oft andere Probleme, die nicht so schnell bemerkt werden, weil sie nicht so laut sind wie der Husten. Gute Graspellets sind eine hilfreiche Alternative.

Dem Heu/Grünmehl aus strukturreichen Gräsern wird Dinkelspelz und ein sinnvoll komponierter Anteil an ausgesuchten wertvollen Kräutern beigegeben. Die Kräuter sind gegeneinander abgetestet, so dass die optimale Wohlfühl-Wirkung sicher erreicht wird. Besonders wertvoll ist der Anteil der „Lebenspflanze“ vom Wüstenrand, Vita Deverra.

Die bewährten „PRIMA PELLETS“ haben einen Durchmesser von ca. 3 mm.

Wir empfehlen, die Pellets vor dem Füttern in Wasser einzuweichen. Sie werden bei Zugabe von ca. 1-2 l Wasser auf 1 kg „PRIMA PELLETS“ in kurzer Zeit weich, ohne stark auf  zu quellen. So wird für ältere Pferde und solche mit Zahnproblemen die tägliche Vollversorgung wesentlich leichter. ( Für sehr alte Pferde,  für die das Kauen oft schon  schmerzhaft ist, sollte  man die Einweichzeit  verlängern.)

Hinweise für die ordnungsgemäße Verwendung:
1 kg Prima Pellets ersetzt ca. 1,5 bis 2 kg gutes Heu

Zusammensetzung:
Grasgrünmehl, Dinkelspelz gemahlen, Heu gemahlen, Brennnesselkraut, Stiefmütterchenkraut, Kamillenblüten, Spitzwegerichkraut, Ringelblumenblüten, Deverra scoparia

analytische Bestandteile in v. H.:
Rohfaser 20,3 / Rohprotein 11,4/ Rohasche 16,8 / Rohfett 3,2/ Calcium 0,67/ Phosphor 0,30“

Diese Pellets haben wir erst einmal getestet und für gut befunden. Aron bekommt sie jetzt mit in den Futterautomaten gefüllt und darüber hinaus einmal am Tag seine warme Heupelletsmahlzeit, die er so besonders liebt. Das Tolle daran ist, dass diese Pellets wunderbar rasch den warmen Tee aufsaugen, weich und somit fressfertig werden. Ich brauche mir keine Gedanken mehr darüber zu machen, ob von den Heucobs, die ich vorher zu diesem Zweck verwendete noch harte Klumpen übrig geblieben sind, die für Aron natürlich eine unliebsame Überraschung sind. Wer beißt schon gerne auf „harte Steine“.

Informationen rund um das Thema Heu

Jetzt möchte ich noch ein paar Informationen zum Thema Heu beisteuern, auch wenn es in diesem Beitrag hauptsächlich um das Thema Ergänzung der Heumenge geht, denn gutes Heu ist einfach das Grundnahrungsmittel der Pferde und nicht nur der Mensch ist das, was er isst, beim Pferd ist es ebenso. Wenn ich also von Ergänzung spreche, dann ist das, was ich ergänzen möchte ein ganz entscheidender Faktor. Am besten wäre es natürlich, wenn es gar nichts zu ergänzen gäbe, nämlich wenn das Pferd rund um die Uhr so viel Heu zur Verfügung hätte, wie es fressen möchte, denn es regelt unter anderem seinen Wärmehaushalt über die aufgenommene Menge Heu. Selbstverständlich ist das Heufressen auch Beschäftigungstherapie, darüber hinaus ein ganz wichtiger Faktor für die Gesunderhaltung des Pferdes und es befriedigt ein ganz wesentliches Grundbedürfnis des Pferdes als Dauerfresser. Weil das so ist, sollte sich jeder Pferdebesitzer unter dem Aspekt der Gesunderhaltung sowie der Rittigkeit seines Pferdes (wenn der Verdauungstrakt schmerzt, macht die Arbeit keine Freude) ausführlich mit diesem Thema befassen und auch und gerade bei einem Pferd in Vollpension in einem Pensionsstall überprüfen, ob die Heumenge und Qualität zumindest zufriedenstellend ist. Dabei kann er oder sie von allgemeinen Grundsätzen ausgehen, darf aber nicht die individuellen Bedürfnisse seines Pferdes außer Acht lassen, denn Pferde sind wie Menschen auch ganz unterschiedliche Futterverwerter. Wenn sich herausstellt, dass die Menge des Heus nicht ausreichend ist, können die Heupellets der Kräuterwiese auf einfache Weise die fehlende Menge ergänzen.

Aus den unterschiedlichsten Gründen ist es nicht immer möglich, dem Pferd gutes Heu rund um die Uhr zur Verfügung zu stellen. Manch ein Pferd frisst unglaublich schnell undglaubliche Mengen Heu und wird zu dick. Dann ist es keine gute Lösung, so viel Heuzu füttern wie das Pferd fressen würde. Manche Pferde verteilen ihr Heu in der Box und es wandert einiges ungenutzt auf den Mist, das ist natürlich auch nicht erwünscht. Bei steigenden Heupreisen sind Reitställe oftmals nicht bereit, Heu adlibidum zu füttern.

Wenn die Heumenge nun also begrenzt wird, wie viel gutes Heu soll ein Pferd zur Verfügung gestellt werden? Eine Faustregel besagt, dass ein Pferd etwa 1,5 Kilogramm gutes Heu pro 100 Kilogramm Gewicht benötigt. Bei einem 650 Kilogramm schweren Warmblut sind das also knapp 10 Kilogramm. Diese sollten auf mindestens drei Rationen verteilt werden.

Studien der Uni München haben interessanter Weise ergeben, dass man sich bei keinem anderen Futter so verschätzt wie bei den trockenen Gräsern. Das kann ich aus Erfahrung bestätigen, denn ich erlebe täglich, wie unterschiedlich die Heumenge ausfällt. Eine Alternative wäre, das Heu mit der Federwaage abzuwiegen, aber Zeit ist Geld und es ist unwahrscheinlich, dass ein Wiegen des Heus in Pensionsställen durchgeführt wird. Betrachten wird die vorgefundene Praxis aus der Sicht der Pferde, ist sie mit Stress verbunden. Wie soll ein Pferd verstehen, warum es an einem Tag eine vernünftige Menge Heu bekommt und an anderen Tage viel zu wenig. Bedauerlicher Weise sind unsere Pferde viel zu freundlich. Sie leiden dann stumm vor sich hin, anstatt kräftig zu protestieren.

Weil Pferde aus den unterschiedlichsten Gründen Stress haben und auch eben solchen, die mit der Fütterung zusammenhängen,  kann ich die Entspannungs- und Anti-Stress-Musikstücke des mobilen Pferdeflüsterers nur empfehlen. Du findest sie im Wellness-Paket im Shop.

Wenn ein Pferd zu viel Raufutter bekommt, bleibt selbiges in der Box liegen, was natürlich für das Pferd kein Problem ist, für den Geldbeutel evtl. schon. Bei zu wenig Heu drohen Krankheiten. Der Säure-Basen-Haushalt und die Vitaminherstellung regelt beim Pferd die Dickdarmflora. Auch Vitamin C kann ein Pferd selbst produzieren. Bei einer gesunden Darmflora und hochwertigem Heu in ausreichender Menge lässt sich eine Fehlernährung prima vermeiden.

Welche Art von Heu ist für Pferde gut geeignet?

Wenn es schön grün ist, keine braunen oder grauen Stellen hat, angenehm riecht, wenig staubt und sich angenehm, beinahe weich anfühlt, kann man davon ausgehen, dass es sich um gute Qualität handelt, die dem Pferd gut bekommen wird.
Es sollte immer aus mehreren Gräserarten, Kräutern und Leguminosen bestehen. Für Pferde ist der erste Schnitt, der in der Mitte der Gräserblüte erfolgt am besten geeignet. In derZeit der Gräserblüte enthalten die Pflanzen noch teilweise Samen und wertvolle Pflanzenstoffe. Danach beginnen die Pflanzen zu sterben und entwickeln braune Stellen, die auch Schimmelpilze enthalten können.
Das Heu sollte mindestens 20 Prozent oder mehr Rohfaser beinhalten.

Mein Fazit: Gutes Heu ist das wichtigste Grundnahrungsmittel zur Gesunderhaltung des Pferdes. Wenn es nicht ausreichend zur Verfügung steht, besteht die Möglichkeit es ohne großen Aufwand mit den Heupellets der Kräuterwiese aufzustocken.

Einen weiteren Beitrag zum Thema Heu bzw. Heubedampfung findet Ihr hier: Was tun bei Husten?

Liebe Grüße

Eure Conny

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Cornelia Lausmann

Hallo, ich bin Conny, gemeinsam mit meinem Pferd Aron habe ich ein spezielles Instrument für Pferde entwickelt. Ich bin begeisterte Pferdeflüsterin, Diplom-Psychologin, Trainerin, Psychotherapeutin (HPG) und Coach. Ich helfe Menschen und Tieren (speziell Pferden) mit besonderen Methoden und Strategien Ihr Leben und ihre Arbeit gesünder und stressarmer zu gestalten sowie ihre Ziele schneller zu erreichen.

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Hallo, ich bin Conny, gemeinsam mit meinem Pferd Aron habe ich ein spezielles Instrument für Pferde entwickelt. Ich bin begeisterte Pferdeflüsterin, Diplom-Psychologin, Trainerin, Psychotherapeutin (HPG) und Coach. Ich helfe Menschen und Tieren (speziell Pferden) mit besonderen Methoden und Strategien Ihr Leben und ihre Arbeit gesünder und stressarmer zu gestalten sowie ihre Ziele schneller zu erreichen.

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